top of page

Folge 6: Wie das (Pferde-)Leben so spielt

Zum Jahresstart nehmen wir euch in dieser Podcastfolge mit auf eine sehr persönliche Reise: Wie war unser 2025 – und was hat das alles mit Pferdeverkauf, Verantwortung und finanzieller Planung zu tun?

Joelle erzählt von ihrem wohl grössten Meilenstein: der Auswanderung von der Schweiz nach Irland – für die Liebe, aber auch mit vielen Konsequenzen. Neuer Job, neue Kultur, neue Kontakte – und gleichzeitig der Schmerz, ihr Herzenspferd in der Schweiz zurücklassen zu müssen. Ein Ereignis, das gleichzeitig Highlight und Lowlight war. Debbie blickt auf ein Jahr mit Jobwechsel, Herzproblemen und Schlaganfall zurück – und darauf, wie sehr solche Erfahrungen den Blick auf Gesundheit, Zeit und Prioritäten verändern. Beide teilen, wie inmitten all dieser Umbrüche ihre Selbstständigkeiten gewachsen sind und wie aus einer spontanen Idee der „Heu hoch zwei“-Podcast entstanden ist.

Von dort aus wechseln wir in ein Thema, das viele Pferdemenschen bewegt, aber selten offen angesprochen wird: Pferdeverkauf. Wir sprechen darüber, warum ein Pferd abzugeben nicht automatisch Herzlosigkeit bedeutet, sondern in vielen Fällen eine sehr reflektierte und verantwortungsvolle Entscheidung sein kann. Lebenssituationen ändern sich: Studium, Auswanderung, gesundheitliche Themen, finanzielle Engpässe oder schlicht veränderte Ziele im Reitsport. Manchmal passt das Pferd charakterlich oder sportlich nicht mehr zur aktuellen Lebensrealität – und trotzdem wird der Verkauf in der Szene oft hart verurteilt.

Wir hinterfragen den Satz „Mein Pferd hat es nirgends besser als bei mir“ und sprechen darüber, warum er zwar aus Liebe entsteht, aber nicht immer der Realität entspricht. Es kann Menschen geben, die einem Pferd genauso viel oder sogar mehr gerecht werden – sei es sportlich, mental oder im Alltag. Wir sprechen über Beispiele, in denen Pferde in neuen Familien oder mit anderen Reiter:innen besser aufgehoben waren, weil dort Ziele, Charakter und Rahmenbedingungen einfach stimmiger waren.

Ein weiterer wichtiger Punkt dieser Folge: die Realität des Pferdemarkts. Ein Pferd zu verkaufen bedeutet heute selten „Inserat online stellen und drei Tage später ist es weg“. Viele Besitzer unterschätzen, wie lange ein Verkaufsprozess dauern kann, wie hoch die Unterhaltskosten bis dahin bleiben und welche Rolle Beritt, Training und Präsentation spielen. Besonders hart wird es, wenn finanzielle Gründe hinter der Entscheidung stehen – denn dann sitzen Besitzer:innen buchstäblich zwischen Geldsorgen und schlechtem Gewissen.

Darum sprechen wir auch über Vorsorge und Planung: Was passiert mit meinem Pferd, wenn ich meinen Job verliere? Wenn ich länger krank werde? Oder wenn mir etwas zustösst? Debbie erzählt, warum sie sich sogar in einem Testament Gedanken über ihre Pferde gemacht hat und wieso es sinnvoll sein kann, frühzeitig zu klären, wer im Notfall einspringt – Familie, Freunde, Stallkolleg:innen oder andere Bezugspersonen. Nicht, weil man vom Schlimmsten ausgehen soll, sondern weil es fair ist – für das Pferd und für die Menschen, die zurückbleiben.

Am Ende der Folge geben wir einen Ausblick auf die nächste Episode: Dort geht es ganz konkret um Budget, Notgroschen und finanzielle Planung rund ums Pferd. Debbie wird erklären, welche Kosten oft vergessen gehen, wie viele Monate man im Notfall realistischerweise überbrücken kann und welche Überlegungen sinnvoll sind, bevor man ein Pferd (oder ein zweites) kauft.

Diese Folge ist für dich, wenn du selbst schon einmal über einen Pferdeverkauf nachgedacht hast, jemanden kennst, der in dieser Situation ist – oder einfach verstehen möchtest, wie man Herz und Realität im Pferdeleben besser zusammenbringen kann. 🎧🐴

 
 
 

Kommentare


bottom of page